Aktuelles
30. September – 1. Oktober 2011
Das erste Open Data Camp der Schweiz bringt Denker und Macher zusammen, um gemeinsam einen Unterschied zu machen.
Wikimedia CH unterstützt diese Veranstaltung - mehr erfahren auf opendata.ch
Mit 1-2% des Jahresbudgets unterstützt Wikimedia CH den Aufbau von Wikimedia in Afrika. Der erste Versuch findet in Bamako, Mali statt.
Ein Wörterbuch Songhai - Französisch wird gerade erstellt, und enthält mittlerweile 3000 Wörter. Anstatt eines weissen Feldes gibt es mittlerweile auch eine Strassenkarte von Bamako auf Openstreetmap, jedoch enthält die Karte noch kaum Namen und interessante Örtlichkeiten.
Vielen Dank an Renaud Gaudin und seine Kollegen von Kunnafoni, und Christian Wagner von Openstreetmap für ihre Unterstützung bei diesem Projekt.
Als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Bildungsinformatik der PH Bern ist Wikimedia-CH-Mitglied Nando Stöcklin nicht nur Wikipedianer, sondern auch ein eifriger Erforscher der Online-Enzyklopädie, also ein Wikipedist. An seinem Institut forscht er zum Einsatz der Wikipedia an Schulen. Unter Lehrpersonen ist diese Thematik wegen Plagiatsgefahr oder Skepsis gegenüber der Verlässlichkeit der Wikipedia nach wie vor sehr umstritten. Nando möchte Schüler jedoch mit seinem kürzlich im Orell-Füssli-Verlag erschienenen Buch ermutigen, sich über die freie Wissensplattform die nötige Informationskompetenz für die Zukunft anzueignen. Dem Autor schwebt die Vision vor, dass im Jahr 2025 niemand mehr an einer dereinst um die 3,5 Millionen Artikel umfassenden deutschsprachigen Wikipedia vorbeikommt, wenn er sich in einer komplexen und an Informationen mehr als reichen Welt einen Wissensüberblick verschaffen will. Dies beginnt bei Schularbeiten im Klassenzimmer und setzt sich im Berufsleben fort. Dannzumal dürfte die Wikipedia eine globale Informationsdrehscheibe sein, beschreibt Nando Stöcklin. Wer sich bereits heute damit auseinandersetzen möchte, wie die Wikipedia kompetent genutzt werden kann, dem sei dieses Buch empfohlen.
"Die Wikipedia ist schon genial!", meint Luzia am Frühstückstisch. "Ein Klick und man hat die Infos, die man sucht!" Gemeinsam mit dem Leser erkundet auch die fiktive Familie Huber, welche mit Dialogen in die einzelnen Kapitel des Buches einführt, die verschiedenen Möglichkeiten der Wikipedia. Dabei geht es weniger um die Mitarbeit am Projekt, als vielmehr um seine Vorteile und Einsatzmöglichkeiten, ob als Suchmaschine, zur Bildersuche oder zur Herstellung von Arbeitsblättern. Die Enzyklopädie ist zudem aktuell und überall verfügbar. Diese positiven Attribute, die alle kostenlos genutzt werden können, haben dazu geführt, dass die bisherigen Print-Enzyklopädien verdrängt worden sind und sich somit ein weiteres Mal in der Geschichte eine neue Technologie auf dem Wissensmarkt durchgesetzt hat.
Der Autor spart die möglichen Fallstricke nicht aus. Alle Medien können mit geschickter PR manipuliert werden, die frei editierbare Wikipedia sei dafür aber eine besonders beliebte Zielscheibe, schreibt Nando. Allerdings mache auch kein Medium den Entstehungsprozess von Informationen so transparent und nachprüfbar wie die Versionsgeschichte bei Wiki-Seiten. Das letztlich grössere Problem, weil unscheinbarer, sei mangelnde Objektivität, konstatiert Nando Stöcklin. Damit appelliert er zurecht an die Wikipedia-Autoren, wertende Adjektive möglichst zu unterlassen und dem neutralen Standpunkt mehr Beachtung zu schenken. Aber auch die reinen Infokonsumenten sollen die Qualität des Gelesenen bewerten und Meinungen von Fakten unterscheiden können. Denn in der künftigen Wissensgesellschaft soll der Mensch dank Wikipedia informationskompetenter werden, sein Wissen jedoch nicht ausschliesslich von der Wikipedia beziehen. Patrick Kenel
Neben der aktuellen Fundraising-Periode beschäftigt momentan der Beginn des internationalen TAO-Projekts unseren Verein. Am vergangenen 26. Oktober wurde das Projekt, welches die Teilnahme älterer Menschen an Online-Communities fördern möchte, gestartet (siehe Seniorweb.ch). Bald wird eine offizielle Projekt-Webseite detailliert darüber informieren. Wolf Ludwig, seit April TAO-Projektleiter bei Wikimedia CH, hat sich intensiv an der Vorbereitungsarbeit beteiligt. Unser Partner Seniorweb hat mit Unterstützung der Berner Fachhochschule, Coop und Swisscom einen Infostand im Coop-Center Wankdorf in Bern organisiert, an dem die TAO-Partner ab Jahresbeginn 2011 Passanten (nicht nur) über 50 Jahren den Einstieg ins Internet und in die Wikipedia-Mitarbeit erklären. Gleiches hat Vorstandsmitglied Charles Andrès vor, der in den kommenden Monaten an den Senioren-Volkshochschulen der Westschweiz wieder Wikipedia-Kurse durchführt. Mehr Infos folgen, sobald die TAO-Homepage online ist.
Für einen breiten Einbezug der Wikipedia-Community ins TAO-Projekt wird in diesen Tagen eine Umfrage unter den Mitgliedern über die WM-Mailingliste lanciert - wir hoffen auf grosse Beteiligung!
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